Welche Aufgabenstellungen können mithilfe von agilen Ansätzen von den Praktikern in den öffentlichen Verwaltungen gelöst werden? In Zeiten steigender Komplexität, zunehmendem Kostendruck, Krisen wie Finanzkrisen oder Flüchtlingshilfe, Polarisierung der Gesellschaft, Vergreisung, Bürgerbeteiligung und Digitalisierung, ist es für Kommunen essientiell, Antworten zu finden.

Parallel zur in Wirtschaftsunternehmen bereits seit Jahren stattfindenden Demokratisierung und Agilisierung, lassen sich auch im Bereich der öffentlichen Verwaltungen erste Tendenzen erkennen. Im europäischen Ausland, sind die Niederlande und Schweden die beiden Vorreiter in Sachen „Agilität in der öffentlichen Verwaltung“. In Österreich und den Niederlanden beschäftigt man sich zunehmend erfolgreich mit der Soziokratie.

Das „Das Forum Agile Verwaltung“ plant für den Februar 2017 eine Konferenz, auf der Praktiker aus öffentlichen und Kirchenverwaltungen im deutschsprachigen Raum angesprochen werden sollen. Als Konferenzort ist Frankfurt am Main (oder Umgebung)  angedacht. Die Dauer ist auf einen Tag ausgelegt.

Im ersten Schritt geht es um eine Umfrage zu den Themen der Konferenz „Agile Verwaltung 2017“. Hier findet sich Interessantes wie „Selbstorganisation – Mehrwert und Nutzen“, „Silostrukturen:  Welche Transaktionskosten verursachen sie? Wie kann man sie überwinden?“, „Was bringt uns die „Digitale Verwaltung“?“ oder „Vision statt Vorgabe – Spielräume für adaptives agiles Arbeiten in nicht-agilen Umwelten“.

Man darf gespannt sein, ob die Idsteiner Verwaltung dort teilnimmt oder ob es nach dem Motto weitergeht „brauchen wir nicht, das bisherige hat sich bewährt und das haben wir schon immer so gemacht“. Hilfreich ist Horizonterweiterung in jedem Fall, auch im Hinblick auf die Gewinnung kompetenter Mitarbeiter für die öffentliche Verwaltung.

Es ist mehr als an der Zeit, die Dinge kritisch zu hinterfragen und zu verändern, um auch in Zukunft handlungsfähig zu sein – gerade in Idstein.

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