Auch bei der ULI haben die kommunizierten Entscheidungen von Stadtverordnetenversteher Thomas Zarda (CDU) und Bürgermeister Christian Herfurth (CDU) am 21. März 2020 in der Idsteiner Zeitung bzw. am 20. März 2020 auf der Homepage der Stadt Idstein einige verwunderte Fragen aufgeworfen.

Der eine lädt zur öffentlichen (!) Sitzung der Stadtverordneten, während der andere dazu aufruft, in Zeiten erhöhter COVID-19-Infektionsgefahr nur gezwungener- und absolut notwendigerweise die häuslichen vier Wände zu verlassen.

Selbstverständlich fragen auch wir uns, ob die strittige Umsetzung des Kita-Betreuungsauftrages durch die AWO dieser Tage wirklich ausreichend zeitkritisch ist, als daß „alternativlos“ in der kommenden Woche darüber entschieden werden muss. Unter womöglichem faktischem (da epidemiologisch angeratenem) Ausschluss der Öffentlichkeit. Denn offenbar kommt für unsere Mandatsträger keine der in der Wirtschaft üblichen oder bei politischen Gremien andernorts möglichen digitalen Sitzungsoptionen (Skype for Business, Citrix Webex, ZOOM & Co.) als Notfallalternative infrage. Es erscheint uns leichtsinnig, daß solche Optionen in den aktuellen Notfallplänen überhaupt keine Rolle zu spielen scheinen.

Diese Fragen darf man, wie die ULI findet, als gute/r Demokrat:in schon berechtigerweise stellen.

Was sich unserer Meinung nach jedoch klar verbietet: die unflätigen Kommentare, die sich in Facebook am Wochenende nach Veröffentlichung des oben genannten IZ-Artikels an Respektlosigkeit gegenüber der Person (Thomas Zarda) und dem Amt (Stadtverordnetenvorsteher) Bahn gebrochen hat.

Auch hier sagen Demokrat:innen wie wir von der Unabhängigen Liste: STOP!

Grenzverschiebungen und -überschreitungen gilt es auch und gerade in Krisenzeiten als solche zu benennen und einzudämmen.

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