Wie läuft es bei der ULI oder FAQ für Interessent:innen

FAQ

Frequently Asked Questions oder Zusammenstellung von Informationen zu besonders häufig gestellten Fragen

 

  • Alter, bei uns kann jede:r mitmachen und Mitglied werden wenn er oder sie 16 Jahre alt ist
  • Beitrittserklärung gibt es online
  •  Doppelpunkt – warum verwenden wir den Doppelpunkt? Der Doppelpunkt ist eine Schreibweise, durch die neben der weiblichen und männlichen Form auch Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen möchten, explizit angesprochen werden sollen. Außerdem finden wir den Doppelpunkt einfach ein bisschen cooler und besser lesbar.
  • Entscheidungen werden bei uns intern im Konsent getroffen. Damit wollen wir auch intern unsere Dialogfähigkeit weiterentwickeln.
  • Finanzierung. Nach § 18 Abs. 1 Parteiengesetz (PartG) erhalten Parteien Mittel als staatliche Teilfinanzierung. Eine Einbeziehung der kommunalen freien Wählergemeinschaften in die staatliche Parteienfinanzierung ist grundsätzlich verfassungsrechtlich zulässig (BVerfG Leitentscheidung vom 2. April 1992). Leider ist der Gesetzgeber (meint die im Bundestag vertretenen Parteien) dieser Empfehlung bislang nicht gefolgt. Das hat zur Folge, dass sich die ULI ausschließlich durch private Mittel und Spenden finanziert. Wir freuen uns über die Unterstützung unserer politische Arbeit durch Spenden!Bankverbindung: IBAN DE76 8306 5408 0004 0005 10
  • Grundsätzliche Positionen haben wir natürlich auch, diese sind hier nachzulesen.
  • Kommentare und eigene Vorstellungen zur aktuellen Stadtpolitik formulieren wir als außerparlamentarische Wählergemeinschaft selbstverständlich, auch wenn das die alteingesessenen Stadtpolitiker:innen mitunter nervt.
  • Mitgliedsbeitrag beträgt 25,00 Euro im Jahr
  • Posten und Ämter, die sucht man bei uns vergeblich. Programmkommisionen, Grundsatzpapiere, Ämter und Pöstchen, partei-interne Nabelschauen, Machtversprechen und Wichtigkeitsbeschleunigung – nee, alles nix für uns. Wir machen Kommunalpolitik!
  • Satzung mailen wir gerne auf Nachfrage zu
  • Slack und Trello nutzen wir für die interne Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen. Beide sind webbasierte Tools, die uns jederzeit miteinander verbinden und ermöglichen uns eine umfangreiche und transparente Protokollierung unserer Arbeit und vermitteln relevante Informationen auf einen Blick.
  •  Treffen werden bei uns analog und virtuell (Skype) durchgeführt. Analog einmal pro Monat, thematisch so oft wie nötig und falls es nur 2-4 Leute betrifft und schnell gehen muss oder eine:r nicht am Präsenztreffen teilnehmen kann, dann virtuell.
  •  Voraussetzungen haben wir keine, ausser dem Alter und dass man keiner anderen politischen Gruppierung oder Partei angehören darf.
  •  Zusammenarbeit gibt es bei uns analog und virtuell – siehe auch Slack und Trello.

 

Demokratie in bewegten Zeiten

Auch bei der ULI haben die kommunizierten Entscheidungen von Stadtverordnetenversteher Thomas Zarda (CDU) und Bürgermeister Christian Herfurth (CDU) am 21. März 2020 in der Idsteiner Zeitung bzw. am 20. März 2020 auf der Homepage der Stadt Idstein einige verwunderte Fragen aufgeworfen.

Der eine lädt zur öffentlichen (!) Sitzung der Stadtverordneten, während der andere dazu aufruft, in Zeiten erhöhter COVID-19-Infektionsgefahr nur gezwungener- und absolut notwendigerweise die häuslichen vier Wände zu verlassen.

Selbstverständlich fragen auch wir uns, ob die strittige Umsetzung des Kita-Betreuungsauftrages durch die AWO dieser Tage wirklich ausreichend zeitkritisch ist, als daß „alternativlos“ in der kommenden Woche darüber entschieden werden muss. Unter womöglichem faktischem (da epidemiologisch angeratenem) Ausschluss der Öffentlichkeit. Denn offenbar kommt für unsere Mandatsträger keine der in der Wirtschaft üblichen oder bei politischen Gremien andernorts möglichen digitalen Sitzungsoptionen (Skype for Business, Citrix Webex, ZOOM & Co.) als Notfallalternative infrage. Es erscheint uns leichtsinnig, daß solche Optionen in den aktuellen Notfallplänen überhaupt keine Rolle zu spielen scheinen.

Diese Fragen darf man, wie die ULI findet, als gute/r Demokrat:in schon berechtigerweise stellen.

Was sich unserer Meinung nach jedoch klar verbietet: die unflätigen Kommentare, die sich in Facebook am Wochenende nach Veröffentlichung des oben genannten IZ-Artikels an Respektlosigkeit gegenüber der Person (Thomas Zarda) und dem Amt (Stadtverordnetenvorsteher) Bahn gebrochen hat.

Auch hier sagen Demokrat:innen wie wir von der Unabhängigen Liste: STOP!

Grenzverschiebungen und -überschreitungen gilt es auch und gerade in Krisenzeiten als solche zu benennen und einzudämmen.

Einladung zu unserer Umfrage „Gemeinsam für Idstein“

Anfang März haben Sie sehr wahrscheinlich Post von uns bekommen und zwar mit der hier abgebildeten Postkarte. Rund 15.000 Karten wurden von uns persönlich in die Briefkästen gesteckt. Sollten wir damit eventuell gestört haben, dann tut uns das leid. Wir sind der Auffassung, dass unsere Postkarte eine freundliche Einladung ist, die man annehmen kann oder auch nicht.

Die Verteilung der Karten hat uns in alle Stadtteile Idsteins geführt, wodurch wir einen umfassenden und intensiven Eindruck von Idstein gewonnen haben. Leben wir doch gerne in Idstein und haben Vorstellungen und Ideen, wie wir unsere Stadt und Gesellschaft so gestalten und fortentwickeln können, daß wir für uns alle hier die Zukunft gut oder sogar besser gestalten, auch wenn sich die Bedingungen wandeln. Dazu gilt es, die zukünftigen Fragestellungen zu erkennen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und angemessene Maßnahmen rechtzeitig auf den Weg zu bringen.

Wir von der Unabhängigen Liste Idstein (ULI) sind unabhängig und überparteilich, dadurch frei von parteipolitischen Zwängen. Wir wollen in einen intensiven Dialog mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern Idsteins, eintreten. Dabei ist es uns ausdrücklich daran gelegen, die Belange der Bewohner der Ortsteile mit gleicher Relevanz und Wichtigkeit wie diejenigen der Kernstadt zu betrachten und voranzutreiben. Deswegen auch die 12. Denn in unserem Verständnis besteht Idstein aus 12 Stadtteilen und nicht aus der Kernstadt und 11 „Anhängseln“, genannt Orts- oder Stadtteile. Alle Stadtteile sind für uns gleichermaßen wichtig, das zeigen wir auch mit unserer regelmäßigen Präsenz bei den Ortsbeiratssitzungen und, wenn gewünscht, unserer Unterstützung bei den verschiedenen Fragestellungen der Ortsteile.

Nur wenn wir miteinander reden, können wir verstehen, was jeder voneinander erwartet und will und was wir gemeinsam bewirken können. Nachfolgend finden Sie einige Erläuterungen zum Umfang und der Bedienung der Umfrage.

Vielen Dank und viel Spaß.

 
  • Update: Die Umfrage steht Ihnen bis zum 5. April 2020 online zur Verfügung.
  • Auf Sie warten Fragen aus unterschiedlichen Themenbereichen. Wir haben uns viel Mühe gegeben, dass es nicht langweilig wird. 🙂
  • Sie haben die Möglichkeit, zu einer vorherigen Frage zurückzukehren, sollten Sie Ihre Antworten verändern wollen.
  • Am oberen Rand können Sie mittels eines Fortschrittbalkens erkennen, wie weit Sie sind.
  • Sie werden zwischen 15 und 20 min benötigen, um die Umfrage in aller Ruhe auszufüllen. Sollte Ihnen etwas dazwischen kommen, können Sie Ihre Umfrage speichern und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.
  • Die Umfrage ist anonym. In den Umfrageantworten werden keine persönlichen Informationen über Sie gespeichert, es sei denn, in einer Frage wird explizit danach gefragt (und auch dann bleibt die Antwort anonymisiert).
  • Wir setzen keinen Cookie, um sicherzustellen, daß niemand mehrfach an der Umfrage teilnimmt. Wir vertrauen auf Ihre Fairness, dass Sie nur einmal teilnehmen und unsere Fragen wahrheitsgemäß beantworten.
  • Natürlich stellen wir auch die Ergebnisse öffentlich vor. Darüber informieren wir rechtzeitig über unsere Webseite und die sozialen Medien. Für die Auswertung rechnen wir 4-6 Wochen.

 

Mit dem Anklicken des Umfrageknopfes, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.

Holocaust Gedenktag 2020

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig (…) eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken (…) und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Roman Herzog (1996)

75 Jahre Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz –
75 Jahre lokale Erinnerung an die NS-Massenverbrechen

Am 27. Januar 2020 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 75. Mal.

Vor 15 Jahren erhoben die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag der Erinnerung an alle Opfer des Holocaust.

Am Holocaust-Gedenktag erinnern wir uns an das Leiden und gewaltsame Sterben von Menschen jüdischer Herkunft, von Sinti und Roma, von Homosexuellen, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Zeugen Jehovas, von Menschen mit Behinderung und denjenigen, die aufgrund ihrer politischen Haltung zu Opfern des NS-Systems wurden.

In Idstein, richten wir an diesem Tag der Erinnerung, den Blick auf die jüdischen Opfer des NS aus der Idsteiner Bürgerschaft wie auch auf den Tatort Kalmenhof und die von dort Deportierten oder in Idstein selbst  hundertfach ermordeten Menschen. Die unfassbare Zahl vieler Millionen Ermordeter wird regional greifbar, wenn Lebensgeschichten derjenigen Menschen in Erinnerung gerufen werden, die nach dem Willen eines rassistischen und mörderischen Systems für immer dem Vergessen anheimfallen sollten.

Jüdischer Friedhof Idstein: Ort der Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde der Stadt.
(Foto: Hartmann-Menz 05/2018)

Der Verein Gedenkort Kalmenhof e.V. konnte die Stadtarchivarin von Idstein, Frau Claudia Niemann M.A., für einen Vortrag zu Idsteiner Bürgern jüdischer Konfession gewinnen. Claudia Niemann wird über die in Idstein gefundene Form der Erinnerung, dem Projekt „Stolpersteine“, referieren und hierbei besonders auf die Biografie von Ruth Löwenstein eingehen, die in Auschwitz ermordet wurde. Im Rahmen des Vortrages wird die Idsteiner Stadtarchivarin auch einen Überblick über den Prozess der Erinnerung in der Stadt Idstein geben und der Frage nachgehen, wie Erinnerung gestaltet werden kann – wie und warum es zu Blockaden im Erinnerungsprozess kommt.

Mitglieder des Vereins „Gedenkort Kalmenhof e.V.“ werden im Anschluss an den Vortrag biografische Skizzen von Menschen vortragen, die auf dem Kalmenhof lebten und Opfer des Holocaust wurden. Zum Abschluss der Erinnerungsveranstaltung werden die Namen von Ermordeten aus Idstein verlesen.

(Die nun bald abgerissene) Turnhalle des Kalmenhofes: Ort der Deportationen in die
Tötungsanstalt Hadamar (Foto: Hartmann-Menz 12/2019)