Konstruktiv statt konfrontativ

Dr. Birgit Anderegg

Dr. Birgit Anderegg

Ursula Oestreich

Ursula Oestreich

Arcangelo Lenz

Arcangelo Lenz

Marie Grünewald

Marie Grünewald

„Jetzt, nach einer Woche, ist’s so richtig angekommen, dass unsere mehr als vierjährige Vorarbeit von den Wählerinnen mit vier Mandaten für uns gewürdigt wurde“, fasst Dr. Birgit Anderegg die freudige Gefühlslage bei der ULI zusammen, die bei ihrer Premiere mit knapp 8% als neue Fraktion in die Idsteiner Stadtverordnetenversammlung einzieht.

Anderegg deutet vor allem die sehr vielfältige Mischung der Kandidatinnen und Kandidaten zwischen 22 und 72 Jahren als einen der Punkte, die überzeugen konnten. Neben den Themen des Wahlprogramms, die vor allem auf mehr Bürgerbeteiligung, durch einen Bürgerrat, und eine ausgewogene Mischung aus Ökologischem, Wirtschaft und Sozialem setzte, hat wohl auch zu dem Erfolg beigetragen, was der ULI bei ihren zahllosen Gesprächen in allen Ortsteilen immer wieder gesagt worden ist:

„Die Bürger:innen haben es als sehr positiv empfunden, dass wir uns ausschließlich über unsere Sachthemen und -kompetenzen dargestellt haben“, sagt Marie Grünewald, die mit 22 Jahren als jüngste Mandatsträgerin der ULI von Platz 5 auf Platz 4 gewählt wurde. „So werden wir es auch bei unserer parlamentarischen Arbeit halten: konstruktiv und lösungsorientiert mit den anderen, nicht konfrontativ oder mit Blockadehaltung ohne Sachargumente“, stimmt der zweite junge Mandatsträger, Arcangelo Lenz, zu.

Die vierte Mandatsträgerin wird die 1. Vorsitzende der ULI, Ursula Oestreich, sein. Sie legt dar, wie intensiv bereits die Nachwahlwoche gewesen ist, in der die konstituierende Fraktionssitzung geplant und andere Vorbereitungen auf die bevorstehende Arbeit der Neu-Parlamentarier initiiert wurden. So erfreut die ULI über den Wahlerfolg ist, so bewusst sind sich die zukünftigen Mandatsträger:innen auch der Verantwortung, die mit jedem der Mandate einhergeht. Diese wollen die vier zukünftigen Stadtverordneten durch sorgfältige Vorbereitung respektieren.

„Wir sind hocherfreut und dankbar, dass wir den Wählerinnen offenbar ein attraktives Angebot unterbreiten konnten. Daneben wollen wir aber auch nicht versäumen, den fünf anderen Fraktionen, besonders der großen Wahlgewinnerin Bündnis 90/Die Grünen, unsere Gratulation zum jeweiligen Wahlergebnis auszusprechen“, betont Oestreich, die als eine der ersten parlamentarischen Handlungen die Schaffung eines eigenen Ausschusses für Umwelt und Klimapolitik als angemessen ansieht.

„Die Fraktion der ULI ist klein, repräsentiert aber viele verschiedene Lebensentwürfe und -umstände. Wir freuen uns, derart gut gerüstet die ebenso vielfältigen Themenstellungen der Gesellschaft in den Orts- und Stadtteilen unserer Kommune mitgestalten zu dürfen.“

Das Ende vom Anfang

Das Ende vom Anfang

Während sich der Wahlkampf so langsam seinem Ende zuneigt, schreibe ich heute einen persönlichen Rückblick auf die letzten Monate.

Seit unserer Klausur im Januar 2020 haben wir uns nicht mehr alle gemeinsam gesehen, sondern mussten mit der veränderten Situation zurechtkommen. Skype- und Zoom-Treffen wechselten sich mit der möglichen Kleingruppenarbeit im Sommer ab. Währenddessen wurde uns klar, dass wir von einer anderen Wahlkampfform als der klassischen ausgehen mussten. Wir konzipierten eine digitale Wahlkampfform und hofften darauf, dass „alleweil ein bisserl“ Straßenwahlkampf gehen würde.

Und so standen wir nach einigen Terminverschiebungen am 09. Januar 2021 mit unserem Infostand vor dem Gerberhaus auf dem Löherplatz – wie auch an allen folgenden Samstage seither. Parallel dazu starteten wir unsere Bembeltour durch die Ortsteile. In den sozialen Medien begleitete der digitale Wahlkampf unsere Aktivitäten, auf die wir eine unerwartet hohe Resoanz erhielten. An den Infoständen bekamen wir, auch zu unserer digitalen Informationskampagne, häufig die Rückmeldung, dass man unser Engagement sehr schätze, das gerade in Anbetracht der widrigen Umstände besonders positiv wahrgenommen wurde. Danke dafür schon an dieser Stelle!

Jetzt, mit dem Ziel des Einzugs in die Stadtverordnetenversammlung vor Augen, können wir rückblickend sagen, dass es eine spannende Zeit voller interessanter Erfahrungen war, die niemand von uns missen möchte. Bei aller Anstrengung hat uns die Zeit einander besser kennenlernen lassen und als Team enger zusammengebracht. Und die Rückmeldungen aus und vielfältigen Diskussionen mit den Wähler:innen hat uns gezeigt, dass unser politisches Angebot wertgeschätzt wird. Das tut gut. Auch dafür danke!

Mein persönlicher und sehr herzlicher Dank geht an alle ULIs, die Kandidat:innen und unsere Unterstützer:innen, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre.

Voller vorfreudiger Spannung blicken wir dem Wahltag entgegen und hoffen, dass wir den Lohn für unsere Mühe erhalten und unser politisches Angebot viele Idsteiner:innen als unterstützenswert überzeugen kann.

Wer auf das Video unten klickt, kann die letzten Wochen und Monate nochmal mit uns zusammen Revue passieren lassen: Wir sagen DANKE!

Neue Ideen ohne neue Köpfe?

Wie auf der Homepage des Gewerbetreibendenvereins „Idstein aktiv“ nachzulesen ist, soll am Donnerstag, dem 25.02, eine Onlinediskussionsveranstaltung zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung stattfinden, zu der öffentlich eingeladen wird und an der sich Mitglieder der Vereine „Idstein aktiv“ und „idsteincard“ aktiv beteiligen können.

Interessant ist, dass nicht alle Listen, die zur Wahl antreten, dort vertreten sein werden. So fehlt die Unabhängige Liste Idstein (ULI), die zum ersten Mal kandidiert. „Wir wurden von dem Organisator der Veranstaltung nicht zur Teilnahme angefragt oder eingeladen“, so die Spitzenkandidatin der ULI, Ursula Oestreich. Die Kandidatur der ULI ist dem Organisator der Veranstaltung, dem Vorsitzenden von „Idstein aktiv“ Alfred Strauß, persönlich bekannt, denn er hat in seiner Funktion als Vorsitzender des VdK die Unabhängige Liste zu Wahlkampfthemen angeschrieben. Es zeugt von einem eigenwilligen Demokratieverständnis, wenn eine Organisation, die in ihrem Zielkatalog die Förderung der Gemeinschaft aufführt, auf diese Art Ausgrenzung betreibt.

Es reicht nicht aus, die Wirtschaft in Idstein nur zu verwalten, wie dies in den letzten Jahren geschehen ist. Wenn man die Kaufkraft in Idstein erhöhen will und die Umsatz- und Ertragskraft der Betriebe zu stärken beabsichtigt, dann sind politische Initiativen und eine tatkräftige Unterstützung der vorhandenen Institutionen und Unternehmer:innen erforderlich.

„Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum man sich neue Ideen, die die Stadt voranbringen können, offenbar gar nicht erst anhören möchte“, ergänzt Joachim Mengden, der ebenfalls auf der Liste der ULI kandidiert. Wie kann man besser zu neuen, geeigneten Lösungen kommen, als dadurch, dass man frische Ideen zum öffentlichen und politischen Diskurs zulässt und als Denkanstoß für eine gemeinsame ziel- und sachorientierte Debatte nimmt.

„Statt dessen steckt man die ULI in einen Sack mit der AfD, nur weil man die AfD, wie wir erfahren haben, nicht einladen will. Das empfinden wir als unglaubliche Unverschämtheit der ULI gegenüber.“

ULI denkt SPD-Vorschlag zur Versorgungsinfrastruktur in größerem Stil weiter, auch für die Ortsteile

„Einkaufsmärkte haben auch eine soziale Funktion“

 

ULI denkt SPD-Vorschlag zur Versorgungsinfrastruktur in größerem Stil weiter, auch für die Ortsteile

Die SPD hat kürzlich den öffentlichen Vorschlag unterbreitet, im Taunusviertel der Idsteiner Kernstadt einen sogenannten teo-Markt (Firma tegut) bauen zu lassen, um für die zahlreichen dort wohnenden Menschen zumindest die Versorgung mit Produkten des täglichen Lebens in fußläufiger Nähe sicherzustellen.

Als solchen begrüßt die Unabhängige Liste (ULI) diesen Vorschlag sehr. Die ULI hält es – nicht nur hinsichtlich des Taunusviertels – für einen Fehler, dass bei der Planung neuer Wohngebiete nicht von vornherein infrastrukturell über die reine Funktion „Wohnen“ hinausgedacht und -geplant worden ist, um u.a. eine Vor-Ort-Grundversorgung zu ermöglichen.

Was jedoch bei dem sehr konkreten, dabei aber aus Sicht der ULI zwangsläufig zu kleinteiligen Vorschlag der SPD auffällt: Er versucht mit einer punktuellen Kernstadt-Lösung ein Problem zu heilen, das aber in vergleichbarer Form andernorts, vor allem auch in allen Ortsteilen (außer Wörsdorf) ebenfalls gegeben ist.

„Sollten wir von den Idsteinern im kommenden März in die Stadtverordnetenversammlung gewählt werden, werden wir uns dafür einsetzen, für alle Menschen unserer Gemeinde eine Infrastruktur für Vor-Ort-Versorgung zu schaffen, mit besonderem Augenmerk für die Ortsteile, in denen es noch nicht einmal mehr einen Tante-Emma-Laden gibt,“ betont Marc Eisele von der ULI, der als Heftricher weiß, von was er spricht. „Dabei werden wir nach Lösungen suchen, die für alle Menschen nutzbar sind und auch den zweiten ganz wichtigen Aspekt eines Marktes nicht vernachlässigen: das Soziale, die Begegnung der Menschen im nachbarschaftlichen Gespräch miteinander.“

Ein Markt ist traditionell auch eine Begegnungsstätte, ein Ort, an dem man die Nachbarin trifft, sich mit dem anderen austauscht und ein Gefühl des Miteinanders entwickeln kann. Die ULI bedauert, dass die SPD für ihren grundsätzlich positiv zu bewertenden Vorschlag ausgerechnet eine Marktform vorschlägt, die all jene ausschließen wird, die noch nicht alle Lebensbereiche ins Digitale verlagern wollen oder können.

Der Zugang zu einem der von der SPD gewünschten teo-Märkte ist nur mit einer digitalen Kundenkarte oder einer Smartphone-App möglich. Auch der Bezahlvorgang kann ausschließlich mit unbaren Mitteln durchgeführt werden. Dem Kind, das sich ein Eis oder Schokolade kaufen will, aber nicht über digitale Zahlungsmittel verfügt, bleibt dieser Markt also verschlossen. Vielen Älteren womöglich auch – und diejenigen, die hineinkommen, werden keine persönliche Ansprache erleben, da die kleinen teo-Märkte ohne Verkaufs- und Kassenpersonal auskommen.

Die ULI regt daher an, den grundsätzlichen Vorschlag der verbesserten Versorgungsstruktur größer zu konzeptionieren, so dass die Ortsteile und tatsächlich alle Menschen, die in Idstein wohnen, daran prinzipiell teilhaben können. „So kommen wir weg davon, Politik als Instrumentarium für Sachfragen zu verstehen, sondern stellen den Menschen als Sozialwesen wieder in den Mittelpunkt guter Lösungen für möglichst viele in unserer diversen Gesellschaft,“ fasst Ursula Oestreich, Vorsitzende der ULI, zusammen.

Bembeltour 20/21 – Wir können beides: digital und analog

Bembeltour 20/21 – Wir können beides: digital und analog

Leider lassen es die Zeiten nicht zu, dass wir „uff de Gass“ sind und mit Euch/Ihnen persönlich sprechen.

Alternativ dazu bieten wir alle 14 Tage mittwochs von 19.30-20.15 Uhr eine Video-Schalte über ZOOM an.
Wenn Bedarf ist, länger miteinander zu reden, freuen wir uns; alles kann, nichts muss.
Los geht es am 25.11.2020, weitere Informationen finden Sie in den jeweiligen Veranstaltungsterminen.

Wir sprechen über unser Wahlprogramm und Sie lassen uns wissen, was Sie zu kommunalen Themen umtreibt oder was Sie weitergehend zu unserem Wahlprogramm wissen möchten.

Also, greifen wir zum Äußersten und reden miteinander.

 

„Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!“

Unter diesem Motto sehen wir unser digitales Angebot.
Deshalb auch nachfolgend unsere Netiquette, die jede:r akzeptiert, sobald er/sie an unserer Videoschalte teilnimmt.

  • Höflich bleiben
  • Den Klarnamen (Vor- und Nachname) nutzen
  • Missverständnisse vermeiden
  • keine Provokationen oder gezielte Störungen der Diskussion
  • keine Beleidigungen und Entwürdigungen von Personen oder Organisationen sowie Diskriminierung und Diffamierung von anderen Teilnehmer:innen oder sozialen Gruppen – zum Beispiel aufgrund ihrer Religion, Herkunft, Nationalität, sexueller Orientierung oder Geschlecht
  • keine Rufschädigungen, Verdächtigungen und haltlose Unterstellungen